CO2-Emissionen bei der thermischen Abfallbehandlung
Rund 50 Prozent der brennbaren Inhaltsstoffe im Restabfall, der im Müllheizkraftwerk behandelt wird, sind organischen Ursprungs. Diese werden als biogener Anteil des Abfalls bezeichnet.
Bei der thermischen Behandlung des Abfalls wird Energie in Form von Strom und Wärme erzeugt. Dabei entstehen CO₂-Emissionen. Ein Teil dieser Emissionen ist auf die Verbrennung biogener Bestandteile des Abfalls zurückzuführen, ein weiterer Teil auf fossile Bestandteile.
Für die Bewertung der CO₂-Emissionen des Müllheizkraftwerks sind die jeweils zugrunde gelegten Berechnungsmethoden, Systemgrenzen und Vergleichsmaßstäbe maßgeblich.
- Steinkohle
- 0,34 kg CO2/kWh
- Heizöl
- 0,27 kg CO2/kWh
- Müll
- 0,16 kg CO2/kWh*
*Berechnung auf Grundlage der Emissionsfaktoren des Umweltbundesamtes: Steinkohle 94.116 kg CO₂/TJ, leichtes Heizöl 74.020 kg CO₂/TJ und fossiler Anteil von Hausmüll/Siedlungsabfall 91.510 kg CO₂/TJ; Umrechnung mit 1 TJ = 277.777,8 kWh. Für Siedlungsabfall wurde entsprechend dem Ansatz der AGEE-Stat ein biogener Anteil von 50 % zugrunde gelegt. Direkte CO₂-Emissionen aus biogenem Kohlenstoff sind in diesem Vergleich nicht angesetzt.
