Ansichten des Müllheizkraftwerkes Donautal (Thermische Abfallverwertung Donautal)

Emissionswerte 2025 deutlich unter den genehmigten Grenzwerten

Zweckverband informiert über die Bilanz der Messwerte

 

Das Müllheizkraftwerk (MHKW) Ulm-Donautal hat auch im Betriebsjahr 2025 alle genehmigten Emissionsgrenzwerte deutlich unterschritten. Das zeigen die aktuellen Messergebnisse, die der Zweckverband Thermische Abfallverwertung Donautal (TAD) veröffentlicht hat. Die Anlage verwertet Abfälle aus einem Einzugsgebiet von rund 1,2 Millionen Menschen und erzeugt in Kraft-Wärme-Kopplung Strom und Fernwärme.

Bei den Staubemissionen wurden 0,40 Milligramm je Kubikmeter Luft gemessen. Sie betragen damit 7,9 Prozent des genehmigten Grenzwertes. Besonders weit unter den Grenzwerten liegen die Emissionswerte von Dioxinen und Furanen. Hier steht ein Messwert von 0,0014 Nanogramm je Kubikmeter Luft einem Grenzwert von 0,1 Nanogramm gegenüber. Ein Nanogramm entspricht einem Milliardstel Gramm.

Auch der genehmigte Grenzwert für Stickoxide wird mit 68,8 Milligramm je Kubikmeter Luft eingehalten. Der für das MHKW genehmigte Wert liegt mit 70 Milligramm je Kubikmeter unter dem seit 2019 geltenden gesetzlichen Grenzwert von 150 Milligramm je Kubikmeter. Bei Schwefeldioxid wurden 0,9 Milligramm je Kubikmeter Luft gemessen; dies entspricht 17,9 Prozent des genehmigten Grenzwertes. Bei Kohlenmonoxid wurden 12,5 Milligramm je Kubikmeter Luft gemessen, entsprechend 25,1 Prozent des genehmigten Grenzwertes. Der Messwert für die Schwermetalle beträgt 0,0048 Milligramm je Kubikmeter Luft. Der genehmigte Grenzwert liegt bei 0,1 Milligramm je Kubikmeter.

Die vorgelegten Messergebnisse setzen sich aus den kontinuierlichen Messungen im MHKW und den Kontrollmessungen des TÜV Umweltservice Filderstadt zusammen.

Die vom Regierungspräsidium Tübingen genehmigten Emissionsgrenzwerte für das MHKW liegen bei mehreren Schadstoffen unter den gesetzlichen Grenzwerten der 17. Bundes-Immissionsschutzverordnung (17. BImSchV). Die im tatsächlichen Betrieb gemessenen Werte liegen bei mehreren Parametern nochmals unter den jeweiligen Genehmigungsgrenzwerten.

Mit der Verschärfung der 17. Bundes-Immissionsschutzverordnung im Jahr 2019 wurde ein Grenzwert für Ammoniak von 10 Milligramm je Kubikmeter Luft eingeführt. Für das MHKW Ulm-Donautal gilt ein Genehmigungsgrenzwert von 5 Milligramm je Kubikmeter Luft. Im Jahr 2025 wurden 1,42 Milligramm je Kubikmeter gemessen.

Fernwärme- und Stromerzeugung

Im Jahr 2025 wurden im Müllheizkraftwerk Ulm-Donautal insgesamt 160.369 Tonnen Hausmüll und hausmüllähnliche Gewerbeabfälle energetisch verwertet. Die bei der Verbrennung entstandene Wärme wird zur Strom- und Fernwärmeerzeugung genutzt. Im Jahr 2025 flossen fast 159 Millionen Kilowattstunden Fernwärme in das Netz der Fernwärme Ulm GmbH (FUG). Die Fernwärme dient unter anderem der Versorgung des Stadtteils Ulm-Wiblingen und des Industriegebiets Ulm-Donautal.

Mehr als 49 Millionen Kilowattstunden Strom wurden im Jahr 2025 in das Netz der Stadtwerke Ulm eingespeist.

 

kontinuierliche Messungen Einheit gesetzl. Grenzwert 17. BImSchV genehmigter Grenzwert Emissionswert 2025
in mg(μg)/Nm3 in % des Grenzwerts
Staub mg/Nm3 5 5 0,40 7,9
Chlorwasserstoff (HCl) mg/Nm3 10 2 0,79 39,3
Ammoniak (NH3) mg/Nm3 10 5 1,42 28,3
Kohlenmonoxid (CO) mg/Nm3 50 50 12,5 25,1
Schwefeldioxid (SO2) mg/Nm3 50 5 0,90 17,9
Stickoxide (NOx) mg/Nm3 150 70 68,8 98,2
Quecksilber (Hg) mg/Nm3 0,03 0,01 0,00035 3,5
Gesamtkohlenstoff (Cges) mg/Nm3 10 5 0,03 0,7
Werte nach Brennkammer Betriebswert 2025
Temperatur ºC >850 >850          934
Einzelmessung Emissionswert 2025
Fluorwasserstoff mg/Nm3 1 0,1 0,008
Summe Cadmium u. Thallium mg/Nm3 0,05 0,01 0,0005
Summe Schwermetalle mg/Nm3 0,5 0,1 0,0048
Summe As, Benzoapyren,
Cd, Co, Cr
mg/Nm3 0,05 0,05 0,00055
Dioxine und Furane ngTE/Nm3 0,1 0,1 0,00135

 

 

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